Wer bin ich?

Hi, ich bin Sami Al-Khayat und bin aktuell in meinen Anfang 30ern. Wenn ich nicht gerade durch die Weltgeschichte rumtingele, was Leckeres esse, vom Panda 4×4 schwärme, Vulkanausbrüche fotografiere oder irgendwo mit Leuten abhänge, dann kann es gut sein, dass ich mich auf einem der vielen Wege mit Fahrrädern beschäftige.

In den letzten Jahren meines Lebens musste ich feststellen, dass es da wirklich unzählige Möglichkeiten gibt, Zeit mit Fahrrädern zu verbringen. Neben dem Draufsitzen kann man diese nämlich auch bauen – sowohl beruflich als auch im Hobbykontext. Dabei verschwimmen die Grenzen sehr gerne auch einmal.

Das Hobby-Rumschrauben begann bei mir 2013 während des Studiums in Aachen, als mein Antrieb Probleme machte und ich mir einen 35-Euro-Fahrradwerkzeugkoffer im Internet bestellte. Eigentlich wollte ich nur den Antrieb austauschen, aber ziemlich schnell ergriff mich die Faszination für die Technik. Ich nutzte das Werkzeug, um mein Fahrrad komplett auseinander- und wieder zusammenzubauen. Der Ruf, dass ich einen Werkzeugkoffer besaß und mich ein wenig auskannte, führte dazu, dass ich schnell zum Fahrradspezialisten im Freundeskreis wurde. Wenn man von Studis umgeben ist, die kein Geld haben, und man alle Fahrräder kostenlos repariert, lernt man auf jeden Fall schnell dazu – und lernt schnell Leute kennen!

Nach fünf Jahren des Rumschraubens mietete ich das erste Mal mit ein paar Freunden eine kleine Halle an, um das eigene WG-Zimmer endlich von der Privatwerkstatt zu entlasten. Die Kombination aus einer Halle, in der man auch schmutzigere Arbeiten ausführen konnte, und einem Maschinenbaustudium, das ausschließlich aus Theorie bestand, führte zum nächsten logischen Schritt: 2019 besorgten wir uns ein Autogenschweißgerät und eine winzige Drehmaschine für die Halle. Damit fing das Zeitalter der Metallverarbeitung am Fahrrad für mich an. Custom-Gepäckträger! Erst für mich, und kurz danach wollten Freunde auch welche haben. Es folgten Custom-Mini-V-Brakes, Soundbox-Flaschenhalter und vieles mehr.

2021 lernte ich einen ehemaligen Rahmenbauer in Rente kennen und kaufte seine Werkstatt auf. Mit dem Inhalt der Werkstatt zog ich 2022 nach Köln und fing kurz darauf an, bei muli-cycles als Entwicklungsingenieur zu arbeiten. Die Zeit dort war wild: Prototypenbau, Entwicklung und die Serienfertigung direkt im Haus. Ich erlebte die Fahrradbranche in der ersten Tageshälfte aus der Industrie- und Fertigungsperspektive, während ich die zweite Tageshälfte bei mir in der Werkstatt verbrachte – mit Rahmenbau, Handwerkskunst und experimentellen Bikes. Ich kann über wenige Phasen in meinem Leben behaupten, dass ich in so kurzer Zeit so viel gelernt habe. 2026 entschied ich mich schließlich, mich mit diesen Erfahrungen selbstständig zu machen, und gründete das Atelier Wolken.

ATELIER WOLKEN